Friedrich Fröbel

DER VATER DES KINDERGARTENS

Friedrich Wilhelm August Fröbel

Friedrich W. A. Fröbel
Quelle Foto: wikipedia.org

Friedrich Fröbel wurde 1782 als Sohn eines Pfarrers geboren. Seine Mutter starb als Fröbel ein Jahr alt war. Mit zehn Jahren zog er zu seinem Onkel nach Erfurt und besuchte dort die Elementarschule. Fröbel absolvierte eine Ausbildung zum Förster und studierte anschließend Naturwissenschaft. Diese beiden Stationen prägten sein weiteres Leben und seine Arbeit der Pädagogik.


1805 begann er als Erzieher an einer Schule in Frankfurt zu arbeiten und lernte dort Johann Heinrich Pestalozzi kennen, dessen Lehre Fröbel in seiner Pädagogik weiterentwickelte. Fröbel arbeitete viele Jahre an unterschiedlichen Lehranstalten und gründete dann selbst eine Erziehungsanstalt. Durch die vielen Eindrücke, die er anhand seiner Arbeit sammelte, gab er mehrere Bücher zum Thema “Erziehung“ heraus.

Durch seine Lehrtätigkeit erkannte Fröbel, dass Bildung schon im frühen Alter beginnt. Da es zur damaligen Zeit für Kleinkinder nur so genannte “Verwahranstalten“ gab, nahm Fröbel dies zum Anlass und gründete 1840 den ersten Kindergarten in Thüringen. Im Mittelpunkt seiner Pädagogik steht das Kind und seine Bedürfnisse. Wichtig war ihm, dass die Kinder sich selbst durch das Spielen bilden und weiterentwickeln. Um dies zu fördern, entwickelte Fröbel “Spielgaben“, die den Kindern bei der Entwicklung behilflich sein sollten. Diese “Spielgaben“ bestanden hauptsächlich aus den Grundformen Kugel, Walze und Würfel, wie beispielsweise Bälle und Bauklötze, aber auch Legematerialien waren dabei.

Wichtig war Fröbel auch, dass die Kinder mit der Natur in Berührung kamen, deshalb legte er in seinem Kindergarten einen Garten an, in dem er gemeinsam mit den Kindern Gemüse und Getreide anpflanzte. Die Fröbelpädagogik ist für viele andere pädagogische Ansätze Grundlage und ist trotz seiner frühen Entstehung heute immer noch aktuell. Dies erkennt man beispielsweise daran, dass die Kinder sich durch ihre Eigenaktivität Wissen über die Welt aneignen. Auch die Bindung der Kinder an seine Bezugspersonen ist heutzutage immer noch von großer Bedeutung, damit verbunden sind die frühkindlichen Bildungsprozesse, die ohne eine sichere Bindung nicht, bzw. nur schwer, stattfinden können. Grundlegend hierfür ist es, eine Erziehungspartnerschaft zwischen pädagogischer Fachkraft und Erziehungsberechtigten herzustellen. Auf diese und viele weitere Aspekte hatten bei Fröbel damals schon einen hohen Stellenwert und zeichnen noch heute die verschiedenen pädagogischen Ansätze aus.

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